Blockchain

Blockchain

Blockchain ist eine Technologie, die bisher überwiegend im Zusammenhang mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin genannt wird. Allerdings kann sie die Grundlage für wesentlich mehr Anwendungen, auch jenseits der Finanzbranche, bilden. Letztlich soll diese Technologie mehr Sicherheit und Transparenz schaffen sowie zentrale Instanzen, wie Banken, Notare oder Energiekonzerne, überflüssig machen.

Blockchain ist […] ein dezentrales Protokoll für Transaktionen zwischen Parteien, das jede Veränderung transparent erfasst.“ Maik Klotz

Vereinfacht gesprochen, ist die Blockchain eine Datenbank, die nicht zentral auf einem Server bei einem Unternehmen liegt, sondern über viele Computer verteilt ist. Diese Datenbank gehört niemandem und es gibt keinen zentralen Verwalter. Transaktionen bezeichnen die Informationen, die blockweise in der Datenbank gespeichert werden. Jeder Block wird in einem aufwendigen Verfahren durch die Teilnehmer verifiziert und versiegelt, um eine spätere Manipulation auszuschließen. Transaktionen in der Blockchain sind nicht nur unveränderbar, sondern jederzeit von jedermann nachvollziehbar. Daher eignet sich die Blockchain besonders für Finanztransaktionen, aber auch Verträge oder Urkunden.

In der Praxis bekommt die Technologie derzeit zum Beispiel im Energiesektor große Aufmerksamkeit. Erste Pilotprojekte beschäftigen sich mit der Möglichkeit, die Blockchain für öffentliche Lade- und Abrechnungstransaktionen für Elektrofahrzeuge zu nutzen oder im Zusammenhang mit dem direkten Handel von Strom zwischen Erzeuger und Verbraucher mittels „Smart Contracts“.

Wie jede Technologie, die noch am Anfang steht, hat natürlich auch die Blockchain ihre Stärken und Schwächen. BICCnet verfolgt kritisch die Weiterentwicklung dieser Technologie und deren Anwendungsmöglichkeiten und blickt auf rechtliche, politische sowie ökonomische Rahmenbedingungen.

Sascha Stöppelkamp