Delegationsreise des Bayerischen Wirtschaftsministerium in die Ukraine

Ziel der Reise ist es, durch Gespräche mit Entscheidungsträgern aus Regierung, Wirtschaft, Clustern, Kammern und Unternehmerverbänden die bayerisch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren, neue Felder der Zusammenarbeit zu erschließen und Möglichkeiten für eine verstärkte institutionelle Zusammenarbeit zu erörtern. Neben den Gesprächen und Firmenbesuchen werden ein Wirtschaftsforum sowie Branchenkontaktgespräche mit Vertretern ukrainischer Unternehmen und Institutionen angeboten.

Das Angebot der Reise richtet sich vor allem an Geschäftsführer bayerischer Unternehmen und Vertreter von Institutionen aus den Branchen Informationstechnologie, Maschinenbau/Metallverarbeitung und Nahrungsmittelindustrie(Verpackung, Konservierung etc.).

Die Ukraine stellt mit 45 Millionen Einwohnern einen der größten Märkte in Mittel-und Osteuropa dar. Sie ist damit auch einwohnerstärkster Teilnehmerstaat der 2009 gegründeten Östlichen Partnerschaft im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP). Sie wies in 2016 ein BIP pro Kopf von 93,3 Mrd US $ und eine Exportquote von 39 % auf.

Nachdem die ukrainische Wirtschaft 2015, nicht zuletzt infolge der fortgesetzten Destabilisierung im Osten des Landes, um 10,6 % schrumpfte, war das Jahr 2017 durch eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung gekennzeichnet. Für das gesamte Jahr 2016 war ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,3 % zu verzeichnen. Die deutschen Importe in die Ukraine sind in 2017 nach einer Stagnation in 2016 um knapp 22 % gestiegen.

Die gegenwärtige ukrainische Regierung hat sich einem umfassenden Reformprogramm verschrieben, dessen Umsetzung die Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Wirtschaft deutlich erhöhen dürfte. Zu einem erheblichen Teil basiert es auf den Vorgaben des am 1.1.2016 in Kraft getretenen Assoziierungsabkommens mit der EU, das die Übernahme europäischer Standards und eine weitere Liberalisierung des Handels mit der EU vorsieht.

Die IT-Industrie ist in der Ukraine inzwischen zum drittgrößten Sektor bei den Exporten von Waren und Dienstleistungen aufgestiegen. Immer mehr internationale Player greifen auf ukrainische IT-Ressourcen zurück.

Im Maschinenbaubereich qualifizieren sich immer mehr ukrainische Unternehmen als Kooperationspartner für die deutsche Industrie. Viele Zulieferbetriebe aus Automobil-und Elektroindustrie nutzen schon die attraktiven Rahmenbedingungen für Produktionsstätten in der Ukraine. Die deutschen Exporte in die Ukraine in diesem Bereich sind 2017 um 41,5 % gestiegen.

Die Nahrungsmittelindustrie entwickelt sich aufgrund bester landwirtschaftlicher Voraussetzungen ebenso dynamisch und erschließt zunehmend Märkte der Europäischen Union. Die ukrainischen Importe nach Deutschland bei Nahrungs- und Futtermitteln sind in 2017 um 31 % gestiegen. Entsprechend hoher Bedarf besteht an Modernisierungsinvestitionen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Ukraine hat mit der Reise von Ministerpräsident Seehofer im Mai 2017 nach Kiew neue kraftvolle Impulse erhalten. Im Januar 2018 fand ein Wirtschaftsforum „Ukraine-Bayern“ in der IHK München statt, bei dem zahlreiche Potenziale aufgezeigt wurden, denen wir mit dieser Reise weiter nachgehen und konkrete Umsetzungsschritte folgen lassen wollen.

Haben Sie Interesse an der Reise teilzunehmen? Bitte teilen Sie uns bis spätestens Dienstag, den 3. April 2018 unter http://www.bayern-international.de/ukraine2018

Ihr begründetes Interesse (mit vollständiger Angabe der Adresse, der Position im Unternehmen und den Unternehmenszielen) mit.
Sie werden dann in einem zweiten Schritt zu einer Teilnahme eingeladen und erhalten weitere Informationen zur Reise und zu den Anmeldemodalitäten. Damit können Sie sich dann verbindlich anmelden. Sollte die Zahl der interessierten Unternehmen die vorhandenen Flug- und Hotelkontingente überschreiten, ist eine Auswahl der Unternehmen erforderlich, bei der insbesondere die Branchenzugehörigkeit berücksichtigt wird.
Die Reisekosten (Flug und Hotelübernachtung) sowie die Kosten für Ihr eventuelles individuelles Programm sind von Ihnen selbst zu tragen. Die Kosten für das gemeinsame Programm werden im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung durch den Freistaat Bayern getragen.

Datum: 19. Juni 2018
  • Bayerisches Staatsministerium f. Wirtschaft, Medien, Energie, Technologie
  • Bayern International