#Digital Dialog - Fokus Digitale Markterschließung

Digitalisierung im Handwerk - da war doch was? Bereits im Frühjahr waren Vertreter der Handwerksbranche in den Räumen des ZD.B zusammengekommen. Es sollte der Auftakt einer Kooperation mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern werden, in deren Zentrale der nun zweite #BICCtalk stattfand. Georg Räß von der HWK und Clusterleiter Sascha Stöppelkamp führten durch den Abend mit dem speziellen Thema der Digitalen Markterschließung.

Drei Referenten waren an diesem Abend eingeladen, mit Impulsvorträgen das Interesse der Teilnehmer zu wecken. Während Padberg & Partners die Webseitenoptimierung zur Mitarbeitergewinnung in den Vordergrund stellten, referierte ein Vertreter der Project Media Group (PMG) über das Phänomen SEO in Online-Suchmaschinen. Wie eine Markterschließung im Netz auch ohne große Investitionen funktionieren kann, stellte Christian Müller vor. In vorheriger Absprache mit den Organisatoren konnten die Vorträge thematisch voneinander getrennt werden. Eine Überschneidung wäre nur zu leicht möglich gewesen, doch setzten die Referenten diese Abgrenzung mit Bravour um. So stellte es für die Teilnehmer eine Herausforderung dar, sich im Nachhinein einem der von den Präsentatoren angebotenen Workshops anzuschließen, da die Entscheidung zwischen den Themenschwerpunkten doch schwer fiel.

In diesen Workshops konnten die Vortragsthemen konkretisiert und vertieft werden. Dazu war die Interaktion mit den Teilnehmern nötig, wobei konkrete Beispiele aus den jeweiligen Branchen herangetragen wurden, während ein anderer, noch weniger sich in dieses Thema vertiefte Teil ein allgemeines Interesse äußerte. Dass eine existierende Website allein nicht zur Mitarbeitergewinnung ausreicht, wurde bereits im Vortrag von Padberg & Partners deutlich, im Workshop wurde den Interessenten auch gezeigt, wie man einen Internetauftritt auch speziell darauf ausrichten kann. Als antizipiertes Problem kristallisierte sich schnell die neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) heraus. Im Workshop zum zweiten Vortrag wurde die Motivation zur Digitalisierung damit unterstrichen, dass die Gelben Seiten zunehmend ausgedient hatten. Vielmehr sollten von Anbietern und Verkaufenden Referenzen gestreut werden und diese sich als Experten repräsentieren - ein Ergebnis, zu dem auch bereits die BICCnet-Veranstaltung über die digitale Transformation in der Ernährungswirtschaft gekommen war. Ersterer Punkt sollte überdies die Suche über den Desktop gegenüber der über das Smartphone, der Bequemlichkeit und Mobilität halber, stagnieren lassen. Der Workshop zum 3. Impulsvortrag stand schnell der Aspekt der Suchrelevanz bei Google im Vordergrund, wodurch nun unweigerlich eine Überschneidung zum 2. Vortrag stattfand. Dennoch wurde diese Thematik kritisch gesehen, da besonders konfliktbehaftete Gewerbe auf eine Googleanzeige mit Bewertung verzichten sollten. Hingegen geht der Trend hin zum Auftritt in Social Networks und damit wird auch das Handy - damit sollte die Überschneidung zum parallel stattfindenden Workshop als positiv betrachtet werden, da beide in dieser Hinblick konform gingen - wichtiger werden als der PC.

Allgemein war die Veranstaltung über die digitale Markterschließung ein spannendes Thema - für jeden, der mit dem Internet größere Resonanz erreichen möchte. In erster Linie sollten hiervon die handwerklichen (Klein-)Betriebe profitieren.

(djp)