„Augmented Reality - Chancen und Potenziale“: Nachbericht

„Augmented Reality - Chancen und Potenziale“: Eine Veranstaltung, die viele Fragen im Bereich Augmented, Mixed und Virtual Reality gleichzeitig beantwortet und aufwirft.

Mit dem Kunden zusammen wird auf dem Holodeck der gewünschte Messestand zunächst virtuell besichtigt, werden Funktionalitäten ausprobiert und Abmessungen geändert, bevor Messebauer Hand anlegen.
Die potentielle Immobilie wird nicht nur auf dem Foto betrachtet; der Interessent kann bereits - ohne Maklertermin und direkt vom Sofa aus – durch die Wohnung laufen.
Bei den Fotomodellen sieht die Bekleidung super aus, aber steht sie auch mir?
In der Produktionsanlage fällt eine Steuerung aus, der zuständige Ingenieur ist nicht vor Ort; per Tablet kann der anwesende Mitarbeiter eingeblendete Wartungsprozeduren durchführen.
Die Spezialmaschine wird mit AR/VR auf einer Messe in Asien vorgestellt, obwohl sie sich real noch bei einem Termin in Brasilien befindet.
Senioren und Seniorinnen fangen auf einem virtuellen Jahrmarkt Luftballons, haben Spaß und trainieren zugleich ihre Motorik.
Im Produktkatalog kann der Kunde per App sich das Produkt in 3D angucken und Funktionen testen.
Auf dem „ErlebnisRadweg Hohenzollern“ schildern Ritter die Geschichte von historischen Gebäuden, kann man hinter verschlossene Kirchentüren gucken oder mit Turmfalken über Burgen fliegen.

Die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality, Virtual Reality oder Mixed Reality, die die acht Referenten am 22. Februar 2018, 14:00 – 18:00 Uhr, im Fraunhofer IIS in Nürnberg bei der Veranstaltung von BICCnet und NIK e.V. „Augmented Reality - Chancen und Potenziale“ präsentieren, scheinen grenzenlos. Welche Grenzen bzw. Herausforderungen bestehen noch?

Anders als bei 3D-Darstellungen kann man um das Objekt herumgehen, es bewegen: Dies setzt eine Vielzahl an Detailinformationen, d.h. Daten voraus, die für eine große Anzahl an Nutzern zur Verfügung gestellt werden müssen –Speicher geraten schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Man benötigt Systeme, die nur die aktuell benötigten Daten zur Verfügung stellen. Die Datengrundlage liegt oft in proprietären 3D-Formaten vor, die sich nur schwer verarbeiten lassen. Je nach Anwendung ist eher eine möglichste realistische Darstellung erforderlich oder aber – denkt man an Trainingstools mit denen der Austausch von Werkzeugen geübt werden kann – Funktionalität und Detailtiefe. In der Praxis gilt es zunächst die Anforderungsszenarien zu klären, welche Dienstleister/Produkte man bei der Anwendung im Fokus hat, an welche Zielgruppe man sich wendet und natürlich das Kosten/Nutzen-Verhältnis bezogen auf den Einsatz anderer Techniken zu überprüfen.

Über diese und weitere Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen konnten sich die knapp 100 Teilnehmer/innen beim anschließenden Netzwerken weiter austauschen. Das anschließende Feedback seitens Teilnehmer und Referenten war sehr positiv. Den Link zum Programm und Informationen zu den einzelnen Referenten finden Sie hier: https://www.bicc-net.de/de/termine/5116/

Sascha Stöppelkamp